Kurz beantwortet
Was gehört hinein?
Anschreiben, Lebenslauf, die Urkunde über die Berufszulassung und die Zertifikate deiner Fortbildungen. Arbeitszeugnisse kommen dazu, wenn du schon gearbeitet hast.
AusführlichWas steht im Anschreiben?
Wie viele Stunden du suchst, ab wann du anfangen kannst und womit du am liebsten arbeitest. Mehr als eine Seite braucht es dafür nicht.
AusführlichWelcher Nachweis zählt am meisten?
Die Berufszulassung. Ohne sie darf keine Praxis dich als Physiotherapeutin oder Physiotherapeut beschäftigen.
AusführlichWie läuft es bei uns?
Ohne Unterlagen. Name und Rufnummer reichen, Jörn Schmidt meldet sich selbst bei dir.
Ausführlich
Was gehört in eine Bewerbung als Physiotherapeut?
Eine klassische Bewerbung hat vier Teile. Das sind ein kurzes Anschreiben, ein tabellarischer Lebenslauf, die Urkunde über deine Berufszulassung und die Zertifikate deiner Fortbildungen. Wenn du schon gearbeitet hast, legst du deine Arbeitszeugnisse dazu. Als Berufseinsteigerin oder Berufseinsteiger ist es das Examenszeugnis.
Die meisten Praxen möchten das Ganze als ein PDF per E-Mail. Mappen auf Papier verschickt heute kaum noch jemand. Wenn dein Name im Dateinamen steht, findet die Praxis deine Bewerbung später schneller wieder.
Viel wichtiger als die Form ist, dass die Praxis schnell erkennt, was du kannst und was du suchst. Ob die Stelle zu dir passt, hängt an ein paar Punkten wie Stunden, Schwerpunkt, Fortbildungen und Anfahrt. Die sollten gleich auf der ersten Seite zu finden sein.
Was schreibst du ins Anschreiben?
Das Anschreiben ist der Teil, an dem die meisten am längsten sitzen. In der Physiotherapie wird es oft nur überflogen. Wer eine Therapeutin oder einen Therapeuten sucht, will vor allem wissen, ob es mit den Rahmendaten klappt.
Schreib in den ersten Absatz, wie viele Wochenstunden du suchst und ab wann du anfangen kannst. Danach kommt, womit du gern arbeitest. Das kann ein Fachgebiet sein, etwa Orthopädie oder Neurologie, oder eine Fortbildung, die du gemacht hast oder machen möchtest. Wenn du aus einer bestimmten Richtung pendelst oder nur an manchen Tagen kannst, gehört das auch hinein. Dann muss später niemand nachfragen.
Floskeln wie „teamfähig und belastbar“ kannst du weglassen. Das schreibt jeder, und es sagt wenig. Ein Satz dazu, warum du wechseln möchtest, reicht. Schlecht über den bisherigen Arbeitgeber zu schreiben, lohnt sich nie, auch wenn der Grund für den Wechsel dort liegt. Eine Seite ist genug.
Du kannst dich auch bewerben, wenn gerade keine Stelle ausgeschrieben ist. In der Physiotherapie sind Initiativbewerbungen verbreitet, weil viele Praxen dauerhaft suchen und nicht jede eine Anzeige schaltet. Frag vorher kurz telefonisch, an wen die Bewerbung gehen soll. Ein Anschreiben mit Namen liest sich anders als eines an das Team.
Braucht der Lebenslauf ein Foto?
Nein, Pflicht ist ein Foto nicht. Seit 2006 gilt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, und viele Arbeitgeber fordern seitdem keines mehr an. Viele Bewerberinnen und Bewerber legen trotzdem eines bei. Ob du eines nimmst, entscheidest du selbst.
Im Lebenslauf selbst zählt die Reihenfolge. Oben steht deine aktuelle Stelle, darunter die früheren, dann Ausbildung oder Studium. Fortbildungen bekommen einen eigenen Block mit Jahr und Umfang. Aus diesem Block liest eine Praxis ab, welche Leistungen du abrechnen darfst.
Welche Nachweise will eine Praxis sehen?
Zuerst die Berufszulassung. Das ist die Erlaubnis, die Berufsbezeichnung zu führen, geregelt im Masseur- und Physiotherapeutengesetz. Ohne sie darf dich keine Praxis als Physiotherapeutin oder Physiotherapeut beschäftigen, und jede Praxis fragt spätestens vor dem Vertrag danach. Hast du deine Ausbildung im Ausland gemacht, brauchst du die Anerkennung in Deutschland. Kläre das, bevor du dich bewirbst, das Verfahren kann dauern.
Danach kommen die Zertifikate. Manuelle Therapie, Lymphdrainage, Krankengymnastik am Gerät, Bobath und PNF sind eigene Positionen auf der Verordnung. Abrechnen darf sie nur, wer das passende Zertifikat hat, und die Praxis muss es bei den Krankenkassen vorlegen. Leg alle Zertifikate bei, auch ältere.
Arbeitszeugnisse lesen Praxen unterschiedlich genau. In einem kleinen Team zählt meistens mehr, wie das erste Gespräch läuft. Was du dort klären solltest, steht in unserem Beitrag neun Fragen fürs Vorstellungsgespräch. Wenn du gerade aus der Ausbildung kommst, hilft dir der Beitrag zum Berufseinstieg.
Wie ist es bei uns in Euskirchen?
Bei uns musst du nichts davon vorbereiten. Für den ersten Kontakt reichen bei uns Name und Rufnummer. Unterlagen brauchen wir erst, wenn es konkret wird. Dann müssen wir deine Berufszulassung sehen, alles andere klären wir lieber im Gespräch als auf Papier.
Auf die Kurzbewerbung kommen dein Name, deine Nummer und, wenn du magst, wie viele Stunden du suchst und wann du erreichbar bist. Jörn Schmidt meldet sich dann selbst bei dir. Zuerst telefoniert ihr kurz, danach kommst du in die Praxis und siehst die Räume, die Geräte und das Team. Wenn du magst, läufst du vorher einen Tag mit. Erst danach geht es um den Vertrag.
Die Stelle selbst sieht so aus. Du behandelst im 30-Minuten-Takt und bekommst Gehalt nach TVöD, Entgeltgruppe 7. Bei Vollzeit sind das 3.295 bis 4.045 Euro brutto im Monat, die Stufe richtet sich nach deinen Berufsjahren. Dazu kommen 28 Tage Urlaub. Die Stelle beginnt bei 20 Wochenstunden, Vollzeit geht auch. Fortbildungen bezuschussen wir oder übernehmen sie ganz. Termine und Verwaltung macht unsere Rezeption, und einmal pro Woche besprechen wir im Team unsere Fälle. Berufserfahrung ist keine Voraussetzung.
Alle Einzelheiten stehen in der Stellenanzeige für Physiotherapeuten. Wenn du lieber anrufst, erreichst du uns unter 02251 777944.
Für den ersten Kontakt reichen bei uns Name und Rufnummer. Unterlagen brauchen wir erst, wenn es konkret wird.
Frag ruhig nach
Nach allem, was wir hier über die Arbeit bei Physio EU schreiben, kannst du im Gespräch fragen oder es dir an einem Hospitationstag selbst ansehen. Ein Anruf ist noch keine Bewerbung.