Therapie
CMD – Behandlung bei Kieferbeschwerden
Craniomandibuläre Dysfunktion: wenn Kiefer, Nacken und Kopf zusammenhängen.
Der Kiefer hängt mit dem ganzen Körper zusammen
Kurz beantwortet
Was ist eine CMD?
Eine Störung im Zusammenspiel von Kiefergelenk, Kaumuskulatur und Schädel. Craniomandibulär heißt Schädel und Unterkiefer.
AusführlichWoran merkt man sie?
Am Knacken beim Öffnen, an einer eingeschränkten Mundöffnung oder am Zähneknirschen. Oft kommen Kopfschmerzen, ein verspannter Nacken, Ohrgeräusche oder Schwindel dazu.
AusführlichWie wird behandelt?
Mit den Techniken der Manuellen Therapie am Kiefer, an der Muskulatur und an der oberen Halswirbelsäule, dazu Übungen für zu Hause.
AusführlichWer verordnet das?
Ärztinnen und Ärzte, seit 2017 auch Zahnärztinnen und Zahnärzte. Für sie gilt eine eigene Heilmittel-Richtlinie.
Ausführlich
Was ist eine Craniomandibuläre Dysfunktion?
Bei einer CMD stimmt das Zusammenspiel von Kiefergelenk, Kaumuskulatur und Schädel nicht mehr. Craniomandibulär heißt wörtlich Schädel und Unterkiefer. Gerät dort etwas aus dem Takt, tut es weh, im Kiefer und oft auch an Stellen, an die man dabei gar nicht denkt.
Welche Beschwerden gehören dazu?
Typisch sind Schmerzen im Kiefergelenk oder in der Kaumuskulatur, Knacken oder Reiben beim Öffnen des Mundes, eine eingeschränkte Mundöffnung und Zähneknirschen. Oft kommen Kopfschmerzen, Verspannungen in Nacken und Schultern, Ohrgeräusche oder Schwindel dazu. Die bringt man nicht gleich mit dem Kiefer in Verbindung.
Das hat anatomische Gründe. Das Kiefergelenk liegt direkt am Ohr, und die Kaumuskulatur ist eng mit der Muskulatur von Hals und Nacken verbunden. Außerdem beeinflusst die obere Halswirbelsäule, wie der Kiefer steht.
Wie wird CMD physiotherapeutisch behandelt?
Zuerst untersuchen wir, wie weit sich der Mund öffnen lässt und wohin der Unterkiefer dabei abweicht. Dabei tasten wir, welche Muskeln druckempfindlich sind, und prüfen, wie beweglich die obere Halswirbelsäule ist. Behandelt wird dann mit den Techniken der Manuellen Therapie am Kiefer, an der Muskulatur und an der Halswirbelsäule. Dazu bekommen Sie Übungen für zu Hause.
Oft arbeiten wir dabei Hand in Hand mit Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt, zum Beispiel parallel zu einer Aufbissschiene.
Wer stellt die Verordnung aus?
Ärztinnen und Ärzte können Physiotherapie bei CMD verordnen, Zahnärztinnen und Zahnärzte seit 2017 ebenfalls. Für sie gibt es eine eigene Heilmittel-Richtlinie. Wenn Sie nicht sicher sind, welche Position auf der Verordnung stehen muss, rufen Sie uns gern vorher an.
Wann diese Behandlung infrage kommt
- Schmerzen im Kiefergelenk
- Knacken oder Reiben beim Öffnen
- Zähneknirschen
- Kopf- und Nackenschmerzen ohne klare Ursache
Ob diese Behandlung für Sie die richtige ist, entscheidet die ärztliche Verordnung, und dazu der Befund im ersten Termin.
Das Kiefergelenk liegt direkt am Ohr, und die Kaumuskulatur ist eng mit der Muskulatur von Hals und Nacken verbunden.
Gut zu wissenDie CMD-Behandlung läuft häufig parallel zur Aufbissschiene. Zahnärztin und Physiotherapie arbeiten dann am selben Gelenk.
Worauf die Behandlung zielt
Was Sie davon haben
Sechs Punkte, an denen wir arbeiten. Was davon bei Ihnen im Vordergrund steht, hängt vom Befund ab.
- Die Mundöffnung wieder freibekommen
- Kaumuskulatur behandeln, die druckempfindlich ist
- Die obere Halswirbelsäule mitbehandeln
- Kopfschmerzen, Nacken und Ohrgeräusche mit im Blick haben
- Übungen für zu Hause, die zum Befund passen
- Parallel zur Aufbissschiene der Zahnärztin
Stand: 18. September 2026




